So funktioniert die RBL

Die Ruder-Bundesliga (RBL) stellt seit der Einführung ihres Wettkampfkonzepts im Jahr 2009 die erste Ligaserie im Deutschen Rudersport dar. Erstmals ist durch das Tabellensystem über eine Saison klar erkennbar, welcher Verein den derzeit besten deutschen Sprintachter stellt.

Fünf Renntage pro Saison
Die Ruder-Bundesliga wird derzeit innerhalb von fünf Renntagen ausgetragen. An jedem Renntag gewinnen die Teams einer Liga entsprechend ihrer Tagesplatzierung Punkte für die jeweilige Ligatabelle. Der Sieger eines Renntages gewinnt die Maximalpunktzahl. Jedes weiter platzierte Team erhält jeweils einen Zähler weniger.

Time-Trial als Qualifikationsrunde
Jeder Renntag besteht aus einer Vorrunde (Zeitfahren), einer Zwischenrunde (1/8- und 1/4- Finale) und einer Endrunde (1/2-Finale und Finale). In einer Zeitfahr-Qualifikation über die Renndistanz von 350 m, dem Time-Trial, sprinten die Achter um die Tagesbestzeit. Die Platzierung im Time-Trial ist ausschlaggebend für die Startposition in der Zwischenrunde.
Der Sieger des Time-Trials startet im Achtelfinale gegen das schwächste Team des Zeitfahrens und hat somit die formal günstigste Ausgangsposition. Die weiteren Boote werden ebenfalls in gespiegelter Reihenfolge der Time-Trial-Platzierungen in die Achtelfinalläufe gesetzt.

K.O.-System ab dem Achtelfinale
Nur der Sieger oder – je nach Rennmodus – die zeitschnellsten Zweitplatzierten eines jeweiligen Laufes wahren die Chance, weiter um den Tagessieg bzw. die hochwertigen Punktplatzierungen des Renntags zu sprinten. Im Viertelfinale treffen die Sieger der Achtelfinals nach einem vorher festgelegten Setzmodus aufeinander. Die unterlegenen Boote des Achtelfinals gehen im weiteren Renntagsverlauf in den Viertelfinals weiter gegeneinander an den Start, fahren jedoch nur noch um die nachrangigen Punktplatzierungen. Im „oberen“ wie auch „unteren“ Teil des Feldes setzt sich grundsätzlich das System „Sieger-gegen-Sieger“- bzw. „Verlierer-gegen-Verlierer“ über die Viertel- und Halbfinals fort, bis es im großen Finale um den Sieg des Renntages geht.

Neuerungen ab der Saison 2018
In der Bundesliga der Frauen befinden sich in der Saison 2018 neun Boote im Feld, daher kommen ab dem Achtelfinale Freilose zum Einsatz. Zuerst erhalten die Siegerinnen des Time-Trials ein Freilos und greifen ab dem Viertelfinale wieder ins Renngeschehen ein. Daneben entscheidet ab dieser Saison in beiden Ligen die geruderte Zeit als zusätzliches Kriterium über die weiteren Setzungen, sodass noch mehr Millimeterentscheidungen zu sehen sein werden.

Punkte & Tabelle
Die jeweils über die Tagesplatzierung errungenen Punkte werden in den Ligatabellen aufaddiert. Ein Team einer Liga kann mit einem Sieg im großen Finale eines Renntags die Maximalzahl an Tabellenzählern gewinnen, welche der Anzahl an Teams in der jeweiligen Liga entspricht. In der 1. Liga der Männer sind es aktuell 18 Punkte pro Renntag. Jedes weiter platzierte Team erhält jeweils einen Punkt weniger. Bei Punktegleichheit in der Tabelle entscheidet die Mehrzahl der besten Tagesplatzierungen der beiden Mannschaften in der jeweiligen Saison.

(Quelle: https://www.rudern.de/wettkampfsport/ruder-bundesliga)